
Aida
Bei Giuseppe Verdi schreiben nicht die Sieger die Geschichte, sondern die, die sich selbst treu geblieben sind. Vier Akte Spektakel und Kammerspiel – der Hof der Wilhelmsburg liegt am Nil.
Musik von Giuseppe Verdi (1813 – 1901)
in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
AIDA, Verdis psychologisches Schaustück um Treue, Verrat und Konsequenz eignet sich wie nur wenige Opern ideal für das Open-Air-Großformat, nach dem der Innenhof der Wilhelmsburg als Theaterbühne verlangt. Verdi wusste, wie er den ägyptischen Staatsauftrag für die Oper in Kairo 1870/71 zu bedienen hatte – sein Triumphmarsch der zynischen Sieger ist legendär. Er wusste aber auch, wie er eine AIDA komponieren konnte, ohne seine humanistische Grundüberzeugung zu verraten. Bei ihm schreiben nicht die Sieger die Geschichte, sondern die, die sich selbst treu geblieben sind. Bezahlt haben sie – Radamès und Aida – dafür mit einem Sterben im steinernen Grab.
Musikalische Leitung
Timo HandschuhInszenierung
Bühne
Kostüme
Choreinstudierung
Hendrik HaasLeitung Motettenchor
Dramaturgie
Benjamin KünzelBesetzung
Media

(Foto: Martin Kaufhold) Herrenchor, Ensemble, Statisterie
Pressestimmen
»Musikalisch gelingt (...) eine großartige Darbietung. Valda Wilson meistert den grandios komponierten Loyalitätskonflikt Aidas ergreifend mit glasklarem Sopran. Eric Laporte (Radames) gehen Verdis Kantilenen wie schmelzendes Gold von der Kehle. Auch Anna Danik (Amneris), Kwang-Keun Lee (Amonasro), Wooram Lim (König von Ägypten) und Martin Gäbler (Oberpriester) bewältigen ihre Partien in diesem Drama um selbstzerstörerische Liebe glänzend. Eindrucksvoll tönen die von Hendrik Haas einstudierten Chöre. «
Werner M. Grimmel // Schwäbische Zeitung
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