Aida
Musiktheater

Aida

Bei Giuseppe Verdi schreiben nicht die Sieger die Geschichte, sondern die, die sich selbst treu geblieben sind. Vier Akte Spektakel und Kammerspiel – der Hof der Wilhelmsburg liegt am Nil.

Oper in vier Akten von Antonio Ghislanzoni (1824 – 1893) nach einem Szenarium von Pascha François Auguste Ferdinand Mariette (1821 – 1881)
Musik von Giuseppe Verdi (1813 – 1901)
in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
 
Es ist heiß. Es ist trocken. Die Nächte sind schwer. Es ist Sommer und ägyptische Nachthitze lastet auf dem Asphalt-Pflaster der Wilhelmsburg.

AIDA, Verdis psychologisches Schaustück um Treue, Verrat und Konsequenz eignet sich wie nur wenige Opern ideal für das Open-Air-Großformat, nach dem der Innenhof der Wilhelmsburg als Theaterbühne verlangt. Verdi wusste, wie er den ägyptischen Staatsauftrag für die Oper in Kairo 1870/71 zu bedienen hatte – sein Triumphmarsch der zynischen Sieger ist legendär. Er wusste aber auch, wie er eine AIDA komponieren konnte, ohne seine humanistische Grundüberzeugung zu verraten. Bei ihm schreiben nicht die Sieger die Geschichte, sondern die, die sich selbst treu geblieben sind. Bezahlt haben sie – Radamès und Aida – dafür mit einem Sterben im steinernen Grab.
 
WORKSHOP 20.05.2017, 17 Uhr, Treffpunkt Pforte und 27.05.2017, 9.45 Uhr, Treffpunkt Wilhelmsburg
MATINEE 28.05.2017, 11 Uhr, Foyer
PREMIERE 02.06.2017, 20 Uhr, Wilhelmsburg
 

Musikalische Leitung

Timo Handschuh

Hendrik Haas

Inszenierung

Bühne

Kostüme

Choreinstudierung

Hendrik Haas

Leitung Motettenchor

Dramaturgie

Benjamin Künzel

Besetzung

Der König von Ägypten
Amneris, seine Tochter
Amneris, seine Tochter
Radamès, ägyptischer Feldherr
Radamès, ägyptischer Feldherr
Aida, äthiopische Königstochter
Aida, äthiopische Königstochter
Amonasro, König von ÄthiopienKwang-Keun Lee
Ramfis, OberpriesterMartin Gäbler
Ramfis, Oberpriester
Eine TempelsängerinJungYoun Kim

Media

Aida – Szenenfoto 1

(Foto: Martin Kaufhold) Herrenchor, Ensemble, Statisterie

Pressestimmen

»Musikalisch gelingt (...) eine großartige Darbietung. Valda Wilson meistert den grandios komponierten Loyalitätskonflikt Aidas ergreifend mit glasklarem Sopran. Eric Laporte (Radames) gehen Verdis Kantilenen wie schmelzendes Gold von der Kehle. Auch Anna Danik (Amneris), Kwang-Keun Lee (Amonasro), Wooram Lim (König von Ägypten) und Martin Gäbler (Oberpriester) bewältigen ihre Partien in diesem Drama um selbstzerstörerische Liebe glänzend. Eindrucksvoll tönen die von Hendrik Haas einstudierten Chöre. «

Werner M. Grimmel // Schwäbische Zeitung

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