
Das kalte Herz
Tanztheater von Reiner Feistel
nach dem Märchen von Wilhelm Hauff
Tanztheater von Reiner Feistel
nach dem Märchen von Wilhelm Hauff
zu Musik von Franz Schubert u.a.
Peter ist ein armer Tropf und sehnt sich aus der bitteren Armut seiner Vorväter heraus. Aber nicht durch Fleiß und Arbeit will er sein Geschick ändern, nein, überirdische Mächte sollen helfen! So wendet er sich zunächst an das gute Glasmännlein – dieses aber hat ganz andere Vorstellungen vom guten Leben als Peter und so lässt er sich auf einen Handel mit dem teuflischen Holländer-Michel ein: Er versetzt sein warm pochendes Herz für viel Geld und die angemessene Portion Kaltschnäuzigkeit, dieses Geld auch zu vermehren, koste es, was es wolle. Doch Habgier und Skrupellosigkeit zerstören Peters Traum von der Seligkeit.
Wilhelm Hauffs Märchen ist unheimlich und bildgewaltig und ruft geradezu nach einer Umsetzung in Bewegung und Musik. Zugleich ist es eine Geschichte, die unsere nimmersatten, nach Reichtum und Ruhm gierenden Herzen lehren kann, dass Zufriedenheit mehr wert ist als der nächste Kick.
Das Philharmonische Orchester der Stadt Ulm begleitet live aus dem Graben; Reiner Feistel choreografiert das Werk für Erwachsene und solche, die es (nicht) werden wollen.
Altersempfehlung: 12+
EINFÜHRUNG eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn vor jeder Vorstellung.
Dauer circa 2 Stunden 10 Minuten, eine Pause
Matinée Sonntag, 7. April 2019, 11 Uhr, Großes Haus
Uraufführung Donnerstag, 18. April 2019, 20 Uhr, Großes Haus
Vis-à-Vis — Theater und Kirche im Dialog Gottesdienst zu »Das kalte Herz«, Sonntag, 12. Mai 2019, 10 Uhr, Evangelische Christuskirche, Königstraße 7
Musikalische Leitung
Levente TörökChoreografie und Inszenierung
Reiner FeistelAusstattung
Petra MollérusDramaturgie
Diane AckermannDramaturgie
Nilufar K. MünzingChoreografische Assistenz, Trainings- & Abendspielleitung
Besetzung
Media

Edoardo Dalfolco Neviani, Alba Pérez González, Nora Paneva, Raphaëlle Polidor, Maya Mayzel (Foto: Martin Kaufhold)
Pressestimmen
»Die Abschnitte der Erzählung sind tänzerisch fein ausgearbeitet und fließend miteinander verbunden. Feistel ist ein Kunststück gelungen: Neben lebhaften Ensembles und alle Tänzer(innen) einbeziehenden Reigen wird jede(r) Einzelne zum Solisten und kann zeigen, was in ihm oder ihr steckt. [...] Gabriel Mathéo Bellucci als Peter Munk ist ein Meister in der Darstellung verschiedenster Charakterfacetten – im gestrickten Bauern-Wämslein traurig-sehnsüchtig, in der golden schimmernden Angeber-Weste überheblich, mal niedergeschlagen, doch schlussendlich mit sich zufrieden. Nora Paneva gibt als Lisbeth im weißen Unschulds-Kleidchen mit dem roten Mieder ein verträumt anmutiges Mädchen und ist in verliebten Glücksmomenten leichtfüßig verspielt. Der gute Geist, das Schatzhauser-Glasmännlein, muss heutzutage weiblich besetzt sein. Jedenfalls agiert Seungah Park in dieser Rolle und im gläsern glitzernden Kostüm mit Charme und Ausstrahlung. Luca Scaduto hat als Holländer-Michel mit der großen Herz-Knopfloch-Öffnung im nackten Oberkörper den Teufel im Leib und versteht es, sich makaber gestikulierend zu verrenken, aber auch energisch kraftvoll zu tanzen. Seinem Titel als unangefochtener Tanzbodenkönig macht Yoh Ebihara alle Ehre: Seine eleganten Sprungfolgen im Kreis und das gute Dutzend hingeballerter Fouettés sind sehenswert. Und die Dorfmädchen (Maya Mayzel, Alba Pérez Gonzáles und Raphaëlle Polidor) verspotten in ihren zartbunten, luftig wehenden Kleidchen auch mal den stolzsteifen, reichen Ezechiel (Edoardo Dalfolco Neviani). Ein komödiantisch-originelles Divertissement gelingt dem ehemaligen Tanzbodenkönig (Gaëtan Chailly), der als arroganter Tanzmeister in eckigen Schrittfolgen seine Ballettschülerinnen vorstellt.«
Eckehard Uhlig // Die deutsche Bühne
Termine
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