
Das Sparschwein
Komödie mit Chansons von Eugène Labiche
Komödie mit Chansons von Eugène Labiche
Mitte des 19. Jahrhunderts in Frankreich: Eine gutbürgerliche Runde aus La Ferté-sous-Jouarre spielt regelmäßig zusammen Bouillotte. Die Spieleinsätze landen allesamt in einem Sparschwein und als dieses beinahe zu platzen droht, wird abgestimmt, was mit dem Geld anzustellen sei. Man entscheidet sich für einen Ausflug in die Hauptstadt, denn alle erhoffen sich, dabei etwas zu erleben und zu erledigen. Doch der kurze Trip hält für die Provinzler so einiges an Überraschungen, Pannen und Missverständnissen bereit. Ein Restaurantbesuch endet hinter Gittern, überhaupt werden die unbedarften Kleinstädter nach Strich und Faden betrogen.
Das rasante Lustspiel von 1864 guckt der Bürger-Runde genauestens in die Karten. Die wirtschaftliche Entwicklung im Land ist rapid, der Boom verheißt Profit – wir schauen auf eine bourgeoise Gesellschaft, der Tradition Grundpfeiler und Ansehen wie Einkommen einziger Antrieb sind, die sich ständig im Recht sieht, rücksichtslos handelt und starrsinnig voranschreitet. Ticken aber die Menschen in Paris, Berlin oder Ulm heute ganz anders? Vermutlich trifft Eugène Labiches Komödienspott auch anderthalb Jahrhunderte nach der Uraufführung immer noch zielgenau unser aller Lebenseinstellung und -verhältnisse.
Matinée Sonntag, 27. Februar 2022, 11 Uhr, Foyer
Premiere Donnerstag, 10. März 2022, 19.30 Uhr, Großes Haus
Dauer ca. 2 Stunden 45 Minuten, eine Pause
Altersempfehlung 14+
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Inszenierung
Jasper BrandisAusstattung
Petra MollérusLicht
Kai PflügerDramaturgie
Natalie BroschatMusikalische Leitung
Musikalische Leitung, Einstudierung und Klavier
Klavier
Vincenzo De LuciaRegieassistenz & Abendspielleitung
Lisa KoenenInspizienz
Oliver EisenmengerSoufflage
Ruth DohleBesetzung
Media
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Gunther Nickles, Maurizio Micksch, Stephan Clemens, Alexandra Ostapenko, Björn Ingmar Böske, Markus Hottgenroth | Foto: Kerstin Schomburg
Pressestimmen
»Labiches Stück ist Slapstick – so ist es verfasst und so bringt es Jasper Brandis in Ulm auch auf die Bühne. Altbekannte Gags („Ich und sie“, „Häh? Ich und Sie?“, „Nein! Ich und sie!“) zünden noch immer. Und auch wenn der dicke Bauer Colladan zu langsam von der Bank aufsteht, die dann überschnappt und er auf den Boden purzelt – Gelächter im Publikum. «
Franziska Wolfinger // Neu-Ulmer Zeitung
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