DIE LÄCHERLICHE FINSTERNIS

ACHTUNG: Zur letzten Vorstellung am 29.04. übertragen wir die Vorstellung ab 19.10 Uhr hier live!

Nach einem Hörspieltext von Wolfram Lotz
PODIUMSINSZENIERUNG AUF DER BÜHNE IM GROSSEN HAUS

Ein somalischer Pirat steht in Hamburg vor Gericht, um sich zu rechtfertigen. In den Regenwäldern Afghanistans fährt ein Hauptfeldwebel den Hindukusch aufwärts, auf der Suche nach einem durchgedrehten Oberstleutnant, den er exekutieren soll. Er dringt immer tiefer in die Wildnis ein und entfernt sich dabei zusehends von der vermeintlichen Zivilisation … Dieser irrsinnige, pointierte Text von Wolfram Lotz ist eine surreale Übermalung von Joseph Conrads HERZ DER FINSTERNIS (verfilmt als APOCALYPSE NOW). Lotz hebt spielerisch die Realität auf, um fühlbar zu machen, wie wenig wir doch wissen von all den entfernten Krisengebieten der Welt. Wir kennen diese Regionen und ihre Menschen nur aus Bildern, und dennoch agieren wir dort als Gesellschaft, ökonomisch und militärisch, als hätten wir alles Recht dazu. Diese Reise an die Grenzen der Erzählbarkeit inszeniert Andreas von Studnitz als Reise durch den Bühnenraum des Großen Hauses – schnallen Sie sich an!

SOIREE 02.01.2018
PREMIERE 04.01.2018
DAUER 1 Stunde 50 Minuten
 

HINWEISE ZU DEN BÜHNENFAHRTEN 

Der scheidende Intendant Andreas von Studnitz macht Ihnen bei seiner letzten Inszenierung ein besonderes Geschenk: Sie werden den Bühnenraum des Großen Hauses auf eine ganz besondere Art und Weise neu und näher kennenlernen. Falls Sie jedoch Höhenangst haben, klaustrophobisch veranlagt sind, schnell seekrank werden oder Ihnen leicht schwindelig wird, möchten wir Sie schon vorab einweihen, was Sie erwarten wird. Sollte das nicht auf Sie zutreffen, dann brauchen Sie ab hier nicht weiter zu lesen, sondern können sich einfach bei der Vorstellung von uns überraschen lassen.
 
Auf einer Drehscheibe platziert werden Sie nach allen Richtungen durch den Bühnenraum gefahren: nach vorne und hinten, in die Tiefe und in die Höhe. Gleichzeitig dreht sich die Scheibe immer wieder um 360 Grad. Alle Bewegungen werden in sehr langsamer Geschwindigkeit durchgeführt, es wird keine ruckartigen Wechsel geben. Zu Beginn der Vorstellung erhalten Sie noch einmal eine kurze Einweisung und während der Vorstellung sind jederzeit Mitarbeiter des Hauses mit Ihnen auf der Zuschauerfläche. Ein Stopp der Drehscheibe sowie das gefahrlose Verlassen ist dadurch in jedem Moment in Begleitung unseres technischen Personals gewährleistet. Seien Sie versichert, dass uns Ihr Wohlbefinden ebenso am Herzen liegt, wie der Wunsch, Ihnen ein einmaliges Bühnenerlebnis zu ermöglichen. Sollten Sie Fragen haben, sprechen Sie uns gerne an.
 
Wir wünschen Ihnen einen grandiosen Theaterabend und sind gespannt auf Ihre Eindrücke.


PRESSESTIMMEN
"Ein Roadmovie der theatralischen Art. [...] Stefan Maaß ist stark in der Rolle des abgebrühten Zynikers - ein einsamer Wolf, dem die Orientierung langsam abhandenkommt."
Adrienne Braun // Süddeutsche Zeitung
"Wolfram Lotz zeigt in seinem Hörspiel die immer noch herrschenden kolonialistischen Strukturen im „weißen“ Denken auf, die Anmaßung, über Menschen zu richten, die in ganz anderen Lebens- und Kulturverhältnissen aufwachsen. [...] In seiner klugen Inszenierung setzt von Studnitz auf den Raum, auf sein Ensemble und das Spiel von Licht und Video [...]. Gerade im Zusammenspiel von Raum und Spiel, beide die Theaterhaftigkeit der Vorgänge betonend, wird ein weiterer Denk- und Assoziationsraum geöffnet, der aktiv mit der Phantasie der Zuschauer gefüllt werden muss. So etwas hat man in Ulm lange nicht erlebt."
Manfred Jahnke // DIE DEUTSCHE BÜHNE
"Der scheidende Intendant Andreas von Studnitz inszeniert Wolfram Lotz‘ Expeditionstext als Achterbahnfahrt durch die Eingeweide des Theaters [...] Das Publikum kommt ganz schön herum im Hinterland und Untergrund der Bühne. Auch die Absurdität der Begegnungen nimmt mit zunehmender Dauer an Fahrt auf. [...] Im Zentrum stehen Stefan Maaß und Benedikt Paulun. Als mürrischer Offizier und etwas tapsiger Soldat gehen sie auf Tour und verlieren nach und nach ihre Sicherheit, ihre Nerven und das Vertrauen zueinander. Das spielen sie unprätentiös, ohne jede Albernheit – und damit umso intensiver."
Steffen Becker // nachtkritik.de
"In von Studnitz’ sehenswerter Inszenierung ist alles im Fluss zwischen Fantasie und realem Albtraum. Das Ensemble trägt das eindrücklich spielerisch in seiner Mehrbödigkeit mit, etwa Aglaja Stadelmann mit schmerzender Intensität, Stefan Maaß mit scharfer Präzision, Benedikt Paulun mit berührender Verlorenheit."
Magdi Aboul-Kheir // SÜDWEST PRESSE
"DIE LÄCHERLICHE FINSTERNIS des 36-jährigen Wolfram Lotz bildet die Wirklichkeit nicht ab, sondern macht sie durch die teils absurde Handlung erfahrbar: die Logik einer postkolonialen, kapitalistischen Welt, in der der Westen in Panik vor Terrorismus und Massenzuwanderung zittert, aber kein Problem damit hat, in der sogenannten Dritten Welt die Bodenschätze auszubeuten. Das überzeugt in dieser konzentrierten, in den richtigen Momenten auch überdrehten und albernen Produktion dank der sehr eindringlich agierenden Darsteller. Ein würdiger Abschied für den Regisseur Andreas von Studnitz."
Marcus Golling // Neu-Ulmer Zeitung
Bilder
INSZENIERUNG Andreas von Studnitz
RAUM & KOSTÜME Mona Hapke
DRAMATURGIE Stefan Herfurth

MIT
Aglaja Stadelmann (Ultimo Michael Pussi / Tofdau)
Stefan Maaß (Hauptfeldwebel Oliver Pellner)
Benedikt Paulun (Unteroffizier Stefan Dorsch)
Beatrice Panero (Kommandant Lodetti)
Christel Mayr (Bojan Stojcovic)
Julia Baukus (Reverend Lyle Carter)
Andreas von Studnitz (Oberstleutnant Karl Deutinger)
Andreas Pilchowski (Der Papagei)

Sitzplan & Preise


Veranstaltungsort: Großes Haus


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