FABIAN ODER DER GANG VOR DIE HUNDE

Nach dem Roman von Erich Kästner
Für das Theater Ulm adaptiert von Stefan Herfurth
 
Fabian arbeitet als Werbetexter in Berlin, ohne sich recht darüber freuen zu können; sein eigentlicher Beruf ist Leben. Obwohl er sich als Moralist bezeichnet, macht er am liebsten mit seinem Kumpel Labude die nächtlichen Straßen der pulsierenden Hauptstadt unsicher: Gemeinsam ziehen sie durch Clubs, Bars und andere Etablissements, um – wie viele ihrer Zeitgenossen – einer ungewissen und von Wandlung geprägten Zeit mit Hilfe von Sex und Alkohol zu entfliehen. Zukunftsangst und Sorgen wegen Arbeitslosigkeit, mit denen sich verstärkt breitmachende rechtspopulistische Tendenzen im ganzen Land verbunden zu sein scheinen, lassen sich so kurzfristig verdrängen. Denn die Welt scheint ohnehin dem Untergang geweiht. Oder besteht doch noch die Chance auf Rettung?
 
Mit seinem 1931 unter dem Titel FABIAN. DIE GESCHICHTE EINES MORALISTEN veröffentlichten Roman malte Erich Kästner ein Zerrspiegelbild Berlins und seiner Bevölkerung kurz vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten. Der erste Erwachsenenroman nach seinen bekannten Kinderbüchern EMIL UND DIE DETEKTIVE sowie PÜNKTCHEN UND ANTON schildert im Rausch einer modernen Großstadt mitunter autobiografisch eingefärbt eine auch 87 Jahre später nicht unvertraut scheinende Welt, in welcher der Protagonist oft überfordert zurückbleibt.
 
SOIREE 13.06.2018
PREMIERE 16.06.2018


PRESSESTIMMEN
"Die Parallelen zur Gegenwart sind dank Regie und Dramaturgie unübersehbar. Die Verteilung der Rollen auf Erzähler und Darsteller ist gelungen und gibt Raum für manch witzigen Perspektivwechsel. So sieht man Christel Mayr etwa als dickbäuchigen Chef Fabians ebenso wie in der Rolle der vergeistigten Künstlerin Ruth Reiter. Jakob Egger ist Kellner, Model und Arbeitskollege Fabians; Fabian Gröver, Christian Streit und Stefan Maaß übernehmen weitere männliche Rollen, das Panorama vom Obdachlosen bis zum promiskuitiven Ehegatten. Aglaja Stadelmann darf die Kontrastklammer noch weiter aufbiegen, indem sie einen lüsternen Vamp und auch die verklemmte Vermieterin Fabians darstellt. [...] Die Regie von Paula Pohlus lässt keine Lücken und keine Wünsche offen. Das fabelhafte Bühnenbild von Mona Hapke – ein raumhoher Mantel, der sich als Dreh- und Angelpunkt aller möglichen Schauplätze umwandeln lässt – liegt zuletzt am Boden. Ein markantes Schlussbild unter einer starken Ensembleleistung. [...] Großer Premierenapplaus für ein sehenswertes Stück – und für die Darsteller."
Florian L. Arnold // Neu-Ulmer Zeitung
"Die Schauspieler werfen sich im Podium des Theaters mit Ungestüm in ihre Rollen. Als sei das Ende unmittelbar greifbar. Das Ensemble spielt schrill, greift tief in die Requisitenkiste und weidet sich an der Satire."
Christina Kirsch // Südwest Presse
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Bilder
INSZENIERUNG Paula Pohlus
RAUM & KOSTÜME Mona Hapke
DRAMATURGIE Stefan Herfurth

MIT
Christel Mayr (Eins)
Aglaja Stadelmann (Zwei)
Franziska Maria Pößl (Drei)
Stefan Maaß (Vier)
Fabian Gröver (Fünf)
Florian Stern (Sechs)
Christian Streit (Sieben)
Jakob Egger (Acht)

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Veranstaltungsort: Podium


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