
Fräulein Julie
von August Strindberg, nach der Übersetzung von Peter Weiss
von August Strindberg
nach der Übersetzung von Peter Weiss
Als August Strindberg 1888 sein naturalistisches Trauerspiel »Fräulein Julie« in nur 20 Tagen zu Papier brachte, konnte er wohl kaum erahnen, dass es sich zu seinem meistgespielten Theaterstück entwickeln würde.
Auch über 100 Jahre nach der Uraufführung — aufgrund von Zensurbestimmungen fand diese erst 1892 statt — fasziniert das Stück durch die provokative Betrachtung von Rollenerwartungen und sozialen Normen, persönlicher Identität und zwischenmenschlichen Beziehungen samt deren Zerbrechlichkeit.
Die junge Adlige Julie fühlt sich von den Erwartungen ihrer Umgebung eingeengt, völlig entgegen den Ansprüchen an ihr Geschlecht und ihren Stand flirtet sie mit dem deutlich älteren und ihr untergebenen Diener Jean. Der wittert die Chance auf den sozialen Aufstieg und kann den aufreizenden Avancen nicht lange widerstehen. Doch das Hinwegsetzen über den ihnen jeweils zugeschriebenen gesellschaftlichen Status bleibt nicht ohne Konsequenzen. Ein gefährlicher Kampf aus Verlangen, Macht und Unterwerfung entwickelt sich.
Erleben Sie Regisseurin Marlene Schäfer und Schauspieler Frank Röder im Gespräch über »Fräulein Julie« im Podcast Hinterbühne ab Minute 31:35
Premiere
Freitag, 20. März 2026, 19.30 Uhr, Podium
Soirée
Dienstag, 10. März 2026, 19.00 Uhr, Podium.bar
Publikumsgespräch
In Anschluss an die Vorstellung am 8. Mai wird Jessica Sonia Cremer in der podium.bar ein Publikumsgespräch mit den Schauspielern Frank Röder (Jean) und Emma Lotta Wegner (Fräulein Julie) moderieren.
Altersfreigabe [14+]
Spieldauer: ca. 1 Stunde 40 Minuten ohne Pause
Inszenierung
Marlene SchäferAusstattung
Ariane KönigshofLicht
Laura SeiblDramaturgie
Jessica Sonia CremerRegieassistenz, Abendspielleitung, Inspizienz und Soufflage
Dominique DietelBesetzung
Media

Emma Lotta Wegner, Frank Röder | Foto: Marc Lontzek
Pressestimmen
»Das „Fräulein Julie“, ungewollte Tochter eines Grafen und einer männerhassenden Frau, entspricht der Anrede auch herzlich wenig: Emma Lotta Wegner lässt sie als äußerst attraktive junge Frau agieren, die erzogen wurde, wie ein Mann ihrer Zeit aufzutreten, zu fordern und sich zu nehmen – und ihre Weiblichkeit zu verachten.«
Dagmar Hub // Augsburger Allgemeine
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