KÖNIG LEAR

Tragödie von William Shakespeare (1564 – 1616)
 
Es beginnt wie ein Märchen: Der alternde König Lear will sein Reich an seine drei Töchter vererben und sich zur Ruhe setzen. Als er die drei fragt, wie sehr sie ihn lieben, antworten zwei der drei mit erlesenen Schmeicheleien. Die Dritte aber, Cordelia, seine Lieblingstochter ausgerechnet, spricht die Wahrheit. Die Antwort ist dem eitlen König zu kühl. Gekränkt und zornig verbannt er das Kind, das ihn liebte, wie man einen Vater lieben soll.
 
Ab hier taumelt dies sprachgewaltige Meisterwerk Shakespeares unaufhaltsam in die bitterste Tragödie. Lear sinkt schneller als geahnt vom Herrscher zum Bettler herab. Shakespeare berichtet von einem Reich im Krieg mit sich selbst. Die Bande zwischen Eltern und Kindern sind zerrissen, Undank und Herrschsucht verführen zu teuflischen Intrigen. Es tobt ein Sturm, der dem König alle Pracht raubt und ihm die wahre Natur des Menschseins enthüllt: Der Mensch ist nichts mehr als ein armes, nacktes Tier.

Dieses Endzeitspiel lässt vielleicht nur einen Schluss zu: Nur der Respekt vor und die Empathie mit anderen Menschen kann uns vor Barbarei und Wahnsinn bewahren.
 
MATINEE 05.03.2017, 11 Uhr, Foyer
PREMIERE 09.03.2017, 20 Uhr, Großes Haus
 
DAUER 3 Stunden, eine Pause


PRESSESTIMMEN
"Jakob Egger spielt den Erzschurken überzeugend mit kindlich-fieser Überheblichkeit. Da ist viel Konvention dabei in diesem „König Lear“, aber immer wieder berührt der alte Heiner Stadelmann. Ihm gehören die letzten Worte: „Niemals, niemals!“ Niemals kehrt seine Cordelia wieder. Das ist dann auch tragisch."
Jürgen Kanold // Südwest Presse
"Die schönsten Momente hat Stadelmann am Schluss, wenn er mit der toten jüngsten Tochter im Arm einfach da steht. Da passt es dann auch, was vorher störend wirkt, nämlich dass nicht nur Stadelmann ständig Kontakt zum Publikum aufnehmen muss. Was dieser hagere Schauspieler denn auch bravorös meistert (...)"
Manfred Jahnke // Deutsche Bühne Online
"Die Inszenierung, bei der fast das gesamte Ensemble mitwirkt, setzt auf ein reduziertes Bühnenbild. Die gesamte Handlung spielt auf einer rotierenden Erdscheibe, um die wiederum der erwähnte Kettenvorhang kreist. Farbe und Abwechslung bringt Ausstatterin Marianne Hollenstein mit den Kostümen in die Handlung: Renaissance-Kragen, Ritterrüstung, aber auch Business-Anzug – teils mit grellen Farben besprüht."
Marcus Golling // Neu-Ulmer Zeitung
Bilder
INSZENIERUNG Andreas von Studnitz
BÜHNE & KOSTÜME Marianne Hollenstein
DRAMATURGIE Victor Witte

MIT
Heiner Stadelmann (Lear)
Tini Prüfert (Goneril)
Aglaja Stadelmann (Regan)
Julia Baukus (Cordelia / Kind)
Christian Streit (König von Frankreich / Edgar)
Gunther Nickles (Herzog von Burgund / Ritter / Curan / 1. Diener)
Fabian Gröver (Herzog von Cornwall)
Maximilian Wigger-Suttner (Herzog von Albany)
Stefan Maaß (Herzog von Albany) am 24.05., 30.05. & 11.06.2017
Wilhelm Schlotterer (Graf von Gloster)
Timo Ben Schöfer (Graf von Kent)
Jakob Egger (Edmund)
Christel Mayr (Narr)
Florian Stern (Oswald)

Statisterie des Theaters Ulm (2. Diener / Hauptmann)

Sitzplan & Preise


Veranstaltungsort: Großes Haus


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