LULU

Oper in zwei Akten und einem Nachspiel (Fragment-Fassung) nach Frank Wedekinds (1864 – 1918) Tragödien ERDGEIST und DIE BÜCHSE DER PANDORA
Musik von Alban Berg (1885 – 1935)

Lulu ist, was sich die Männer wünschen. Und doch ist sie eine Ikone der selbstbestimmten weiblichen Sexualität. Mit tragischem Ausgang. Alle, die sie lieben, sehen dem Tod ins Auge – sie selbst eingeschlossen. Und: Sie ist die Titelfigur des opus magnum der musikdramatischen Literatur im 20. Jahrhundert.

Alban Bergs LULU ist sinnlich aus kompositorischem Kalkül, seriell konstruiert und doch von geradezu belkantistischer Eingängigkeit. Bekanntlich ist LULU ein Fragment geblieben. Ein dritter Akt, der Lulus Flucht und desaströses Ende in London zeigen sollte, wurde vom Komponisten nicht ausgeführt. Seit Friedrich Cerhas ambitionierter „Herstellung“ des dritten Aktes auf Basis des überlieferten Materials ist dies heute die Standard-Version zeitgenössischer LULU-Interpretationen geworden.

Doch bietet die Verwendung der zweiaktigen Fragment-Fassung mit der alter Praxis folgenden Hinzufügung der LULU-SUITE noch immer Anlässe einer neuen Sicht auf LULU. Denn Lulu ist, was man in ihr sieht – auch in dieser Hinsicht.
 
WORKSHOP 28.01.2017, 17 Uhr und 01.02.2017, 17.45 Uhr, Treffpunkt Pforte
MATINEE 05.02.2017, 11 Uhr, Foyer
PREMIERE 09.02.2017, 20 Uhr, Großes Haus
 
DAUER 2 Stunden 40 Minuten, eine Pause
 
HINWEIS Bei der Produktion LULU wird sich das Bühnenbild über die Bühne hinaus in den Zuschauerraum erstrecken. Dadurch ergeben sich Änderungen im Sitzplan: Das Publikum rückt ans Bühnengeschehen heran und sitzt (teilweise) auf der Bühne statt im Zuschauerraum. Dies betrifft jedoch lediglich Plätze auf den Seitenrängen, Sitzplätze im Parkett bleiben von dieser Änderung ausgenommen.
Wir freuen uns, Ihnen diesen wirklich einmaligen und spannenden Perspektivwechsel anbieten zu können. Freuen Sie sich mit uns auf eine ungewöhnliche und spannende Inszenierung von LULU und genießen Sie den veränderten Blick.
 


PRESSESTIMMEN
"Rosendorfsky ist als Lulu eine Wucht, eine attraktive Idealbesetzung. Ihr Gesang verfügt über silbriges Kokettieren, über verzweifelte Zartheit, schrilles Aufbegehren und fassungsloses Leiden. Sie strahlt im langen, eng anliegenden dunkelroten Samtkleid, flunkert erotisch im transparent schwarzen Ganzkörper-Body und kann es sich leisten, von schwül musizierenden Blechbläsern, hellen Streichern und flirrenden Flöten begleitet, als Tänzerin im Tutu anstößig-lasziv über einen Diwan zu lehnen. Sie ist Herz, Leib und Seele des Stücks."
Eckehard Uhlig // Die Deutsche Bühne
"Eine kunstvolle Opern-Dressur bietet Kaiser darin: die „Lulu“ nicht als heutiges Sozialdrama, nicht als blutigen Thriller, sondern als ästhetisches Spiel mit der rot leuchtenden Lulu unter weiß kostümierten Verehrern. (...) Und zu bewundern ist eine Gesangsartistin: Maria Rosendorfsky glänzt in der Riesenpartie mit virtuoser Technik, hellen Extremtönen. (...) Mit dieser „Lulu“ aber zeigt das Haus, was es kann. Wer ein offenes Ohr hat fürs Musiktheater, sollte sich diesen außergewöhnlichen Zirkusbesuch unbedingt vornehmen."
Jürgen Kanold // Südwest Presse
"Das sprachnahe, gleichwohl kantable Melos der Singstimmen und die souverän gesprochenen Dialoge betten sich vorbildlich ein in Bergs narkotische Orchesterklänge, die Handschuh suggestiv aus dem Graben tönen lässt."
Werner M. Grimmel // Schwäbische Zeitung
"Maria Rosendorfsky in der Titelrolle ist für ihr männliches Umfeld eine Frau wie Fliegenleim (...) Dass Maria Rosendorfsky dabei viel Haut und erotisch aufreizende Posen zeigt, ist mutig und stimmig. Dass ihre Stimme wie nebenbei die hoch emotionale Zwölftonmusik Alban Bergs mit scheinbarer Leichtigkeit trägt, fasziniert. (...) Detlev Beaujean macht aus Bühne und Zuschauerraum des Großen Hauses ein Zirkuszelt. Zuschauer sitzen ganz nah am Manegenrand auf der Bühne."
Dagmar Hub // Neu-Ulmer Zeitung
Bilder
MUSIKALISCHE LEITUNG GMD Timo Handschuh
Michael Weiger am 30.04.2017
INSZENIERUNG Matthias Kaiser
BÜHNE Detlev Beaujean
KOSTÜME Angela C. Schuett
CHOREOGRAFIE Roberto Scafati
DRAMATURGIE Benjamin Künzel

MIT
Maria Rosendorfsky (Lulu)
I Chiao Shih (Gräfin Gerschwitz)
Tomasz Kaluzny (Dr. Schön)
Michael Gniffke (Alwa)
J. Emanuel Pichler (Schigolch)
Johannes Grau (Der Maler) am 15.04.2017
Jörn Eichler (Der Maler) am 12.04. & 30.04.2017
Martin Gäbler (Tierbändiger / Theaterdirektor / Athlet)
Christianne Bélanger (Theater-Garderobiere / Ein Gymnasiast)
Ks. Hans-Günther Dotzauer (Der Prinz / Der Kammerdiener)
Benjamin Künzel (Der Medizinalrat)

Ballettcompagnie des Theaters Ulm, Das Philharmonische Orchester der Stadt Ulm

Sitzplan & Preise


Veranstaltungsort: Großes Haus


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