RICCARDO PRIMO, RE D'INGHILTERRA

Oper in drei Akten von Georg Friedrich Händel (1685 –1759)
 
London, November 1727. Die Wirtschaft boomt, die Börse brummt und die High-Society liegt im Opern-Fieber. Händels „Royal Academy of Music“, ein aktienfinanziertes Opern-Unternehmen, leistet sich für astronomische Gagen seit Jahren die besten Sängerinnen und Sänger Europas, und Händel, selbst gerade erst englischer Staatsbürger geworden, erhält den Auftrag, am 11. November für den seit Juni regierenden Georg II. eine „Krönungsoper“ zu inszenieren. RICCARDO PRIMO, von Händel ein halbes Jahr zuvor in völlig anderer Intention bereits fertiggestellt, eignet sich dafür im höchsten Maße: Sie stellt einen Bezug her zu den Gründer-Mythen des Königreichs, zu Richard Löwenherz, dem sagenhaften Kreuzfahrer. Dieser hat, so die historischen Quellen, während des dritten Kreuzzugs 1191 auf dem Weg nach Jerusalem kurzerhand Zypern erobert, dabei die Tochter des Königs von Navarra befreit, welche - ebenfalls auf dem Seeweg ins Heilige Land - vor Zypern in Seenot und in Gefangenschaft des dortigen Herrschers geraten war, und die spanische Prinzessin wenige Tage nach deren Rettung geheiratet.
 
Ein Stoff also, mit dem sich die Tugenden des Königtums ins rechte Licht rücken lassen. Die zur Verfügung stehende großartige Besetzung ist zugleich das Dilemma Händels und seines Librettisten Paolo Rolli: auf keinen Fall darf einer der Stars zu kurz kommen. Und beiden gelingt es, eine Vielzahl wunderbarer, kontrastreicher Arien zu schaffen, die den Akteuren die Möglichkeit bietet, Schönheit und Virtuosität ihrer Stimmen uneingeschränkt zu entfalten.
 
Mit dieser Oper gastiert unter der Leitung von Franz Raml das renommierte HASSLER-CONSORT, ein Barockorchester, das auf Originalinstrumenten spielt, in der aktuellen Spielzeit für zwei Vorstellungen im Großen Haus.
 
TERMINE 05.04. und 08.04.2017, jeweils 19 Uhr, Großes Haus
 
 


PRESSESTIMMEN
"Das Orchester agiert wunderbar lebendig, den Musikern zuzusehen ist eine ebenso große Freude, wie ihnen zuzuhören. Womit schon ein wesentlicher Teil über die musikalische Qualität der Aufführung gesagt ist. Sie bietet rundum, die ganzen drei Stunden Musik hindurch, erlesenene Interpretationskunst. Fesselt immer wieder die Aufmerksamkeit für Händels geniale Einfälle und seine Kunst der Verarbeitung; für solche Raffinesse der Details wie dem Einklang von Streichern und der Soloblockflöte in der ersten Arie des Oronte; für die subtile Pracht des Hörnerklangs im dritten Akt; oder für das spannungsgeladene Continuo-Spiel des Solocellisten Pavel Serbin. Das alles richtet das Hassler-Consort ganz duftig an, mit dieser für Händel kennzeichnenden Kombination von federnder Leichtigkeit und Präzision im Detail. Unverkrampft, unforciert, elegant und irgendwie natürlich-herb zugleich."
Laszlo Molnar // Klassikinfo.de


MUSIKALISCHE LEITUNG Franz Raml
INSZENIERUNG Matthias Kaiser
BÜHNE & VIDEO Iris M. Holstein
KOSTÜME Angela C. Schuett
 
Das Hassler-Consort


MIT Yosemeh Adjei (Kontratenor), Katarzyna Jagiello (Sopran), Carla Nahadi Babelegoto (Mezzosopran), Clemens Morgenthaler (Bass), Georg Bochow (Counter-Tenor), Achim Hoffmann (Bariton)

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