
Vater unser
Nach dem Roman von Angela Lehner,
Bühnenfassung für das Theater Ulm von Jessica Sonia Cremer
Nach dem Roman von Angela Lehner
Bühnenfassung für das Theater Ulm von Jessica Sonia Cremer
Nachdem die Polizei sie in die psychiatrische Einrichtung des alten Wiener Spitals gebracht hat, sitzt Eva Gruber regelmäßig dem Chefpsychiater Dr. Korb gegenüber, um über die Gründe ihrer Einweisung zu sprechen. Bei diesen Gesprächen zeigt sie sich frech und besserwisserisch, versucht ständig zu provozieren, aber sie erzählt auch: von ihrer Kindheit im idyllischen, aber erzkatholischen Kärntner Dorf, dem Elternhaus und dem jüngeren Bruder Bernhard. Der ist ebenfalls Patient, er wird wegen seiner Magersucht behandelt. Auch der Vater ist Thema — ein schweigsamer Mann, den Eva am liebsten umbringen würde. Das behauptet sie zumindest, genauso wie den sexuellen Missbrauch.
Doch was Wahrheit und was Lüge ist, lässt sich kaum unterscheiden — ist Eva durch ihr Aufwachsen traumatisiert, leidet sie an einer Persönlichkeitsstörung?
In ihrem fulminanten Debüt lässt die Autorin Angela Lehner eine ›Geistesgestörte‹ auftreten, wie es sie noch nicht gegeben hat: hochkomisch und zutiefst manipulativ. Der 2019 erschienene und mit dem Debütpreis des Österreichischen Buchpreises ausgezeichnete Roman kommt in einer Bühnenfassung von Jessica Sonia Cremer in Ulm zum ersten Mal auf die Theaterbühne.
Premiere
Samstag, 23. Mai 2026, 19.30 Uhr, Podium
Soirée
Dienstag, 12. Mai 2026, 19.00 Uhr, Podium.bar
Publikumsgespräch
Freitag, 19. Juni, im Anschluss an die Vorstellung, Podium.bar
Dauer ca. 2 Stunden 30 Minuten (inklusive einer Pause)
Altersfreigabe [16+]
Aufführungsrechte: S. Fischer Verlag GmbH. Frankfurt am Main
Inszenierung
Jessica Sonia CremerAusstattung
Mona HapkeLicht
Michl ZechendorffMusik
Daniel HatvaniDramaturgie
Dr. Christian KatzschmannRegieassistenz, Abendspielleitung, lnspizienz & Soufflage
Nemanja LekovićSoufflage
Ruth DohleBesetzung
Media

Alexandra Ostapenko, Stefanie Schwab | Foto: Julian Baumann
Pressestimmen
»Alexandra Ostapenko verkörpert diese gewalttätige, radikale und rücksichtslose Eva mit großem Einsatz. Vincent Furrer schaut als jüngerer Bruder Bernhard neben ihr so verschüchtert und verschreckt, wie es absolut nachvollziehbar ist. [...] ›Vater unser‹, ein schwieriges Verhältnis zu religiöser Erziehung andeutend, ist ein Sich-Einlassen auf eine Reise in ein komplexes und kompliziertes Innenleben.«
Dagmar Hub // Neu-Ulmer Zeitung
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