VATER

Tragikomödie von Florian Zeller (*1979)
Deutsch von Annette und Paul Bäcker (*1946 und *1941)

André, achtzig, Witwer, Vater von zwei Töchtern, merkt, dass sich etwas verändert – es verschwinden Sachen, er verlegt Gegenstände, er fühlt sich bedroht, er verliert die zeitliche und räumliche Orientierung. Noch lebt er allein in seiner Pariser Wohnung, versucht vor Anne, seiner älteren Tochter, den Eindruck aufrechtzuerhalten, alles sei in Ordnung. Dabei ist es ganz offensichtlich, dass er allein nicht mehr zurechtkommt. Anne, die mit ihrem neuen Lebenspartner nach London gehen möchte, fragt sich schließlich: Was tun? Wie vorgehen?

Zeller beantwortet die Fragen in dem 2014 mit dem Prix Molière ausgezeichneten Stück nicht in einer chronologisch linearen, sondern in einer kausalen Abfolge von raffiniert verschachtelten Szenen. Heraus kommt ein Geduldspiel zwischen Wahn und Wirklichkeit, in dem André, frech und gewitzt, staunend und bangend auf all das ihm nun Befremdliche blickt.

VATER ist theatralisches Spiegelkabinett, überraschend, schräg, beängstigend, aber auch komisch: Ein alter Mann auf der Spurensuche nach sich selbst, gerät in eine Welt, in der seine Biografie und die Beziehungen nicht mehr gelten, weil diese Welt langsam verblasst. Ein berührendes Stück über einen Mann, der an Alzheimer erkrankt ist. Verpassen Sie nicht den Theaterhit aus Paris!
 
MATINEE 09.04.2017, 11 Uhr, Foyer
PREMIERE 20.04.2017, 20 Uhr, Großes Haus
 
DAUER 1 Stunde 45 Minuten, keine Pause
 


PRESSESTIMMEN
"Grandios, wie Karl Heinz Glaser die Rolle des Vaters vorführt, im schnellen Wechsel zwischen trotzigem Auftrumpfen und depressiven Phasen. Wie er am Anfang auf seine Autonomie beharrt und dann immer mehr seine Kontrolle verliert und am Ende nach der Mama greint, das geht emotional tief. Kurz: Glaser schafft es, durch die Oberfläche des Textes hindurch in eine Tiefe zu gehen, die zum Ende das Publikum in atemlose, spannende Stille hält."
Manfred Jahnke // Deutsche Bühne Online
"Zeit und Raum sind keine verlässlichen Größen mehr, auch für den Zuschauer nicht, der sich immerhin an einem festhalten kann: der übermächtigen Figur des Kranken, großartig verkörpert von Karl Heinz Glaser. Nach fünf Jahren im Ruhestand ist er für die Rolle auf die Bühne zurückgekehrt und füllt sie scheinbar mühelos aus."
Lena Grundhuber // Südwest Presse
"Die Qualität von „Vater“ ist, dass es ohne viel Pathos auskommt. Karl Heinz Glaser gibt den charmanten alten Knaben ebenso überzeugend wie das zerbrechliche Männlein, das am Ende von André übrig bleibt. Ebenfalls stark: Aglaja Stadelmann als seine Tochter Anne, die zwischen Fürsorge und eigenen Bedürfnissen zerrieben wird."
Marcus Golling // Neu-Ulmer Zeitung
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Bilder
INSZENIERUNG Karin Drechsel
BÜHNE & KOSTÜME Mona Hapke
DRAMATURGIE Daniel Grünauer

MIT
Karl Heinz Glaser (André, ein Mann um die Achtzig)
Aglaja Stadelmann (Anne, seine Tochter)
Timo Ben Schöfer (Pierre)
Julia Baukus (Laura)
Gunther Nickles (Ein Mann)
Margarete Lamprecht (Eine Frau)

Termine & Karten


2.
Juni
Fr, 20:00 Uhr
Großes Haus
14.
Juni
Mi, 20:00 Uhr
Großes Haus
16.
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Großes Haus

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Veranstaltungsort: Großes Haus


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